Von der argentinischen in die chilenische Schweiz

Bariloche – Ratguys and Macrigato

Der Zug fährt ab. Die Fahrräder sind verladen und wir haben Lunch für den nächsten Tag eingepackt. Bis nach Bariloche sind es ca 850km. Der Zug braucht dafür etwa 19 Stunden. Ein Blick aus dem Fenster genügt, denn die Landschaft wird bis zum Sonnenuntergang die selbe bleiben. Alles flach. Man teilt uns aber mit, dass sich dies morgen ändern wird. Alles „muy lindo!“ näher bei Bariloche. In der Nacht hält der Zug ein paar mal bei kleinen Dörfern, bestehend nur aus wenigen Häusern, die meines Erachtens keinen andere Verbindung zur Zivilisierten Welt haben. Wir essen um 20h00 Znacht und trinken die mitgebrachte Flasche Wein (Alkohol ist in den „Schlafwagen“ verboten und wir bleiben möglichst unauffällig. Am nächsten morgen findet der Zugbegleiter aber den Zapfen und schaut uns forschend an). Um 21h00 schlafen wir bereits, während die anderen Passagiere langsam mit dem Essen beginnen.

Die Sonne geht auf und wir riskieren einen ersten Blick aus dem Fenster. Die Landschaft ist nun leicht hügelig und sehr karg.

Von „muy lindo“ ist noch nicht viel zu sehen. Wir machen uns erst mal einen Kaffee und Frühstücken. Im Zug gibt es übrigens heisses Wasser, damit niemand auf seinen Mate verzichten muss. Mit jeder Fahrstunde werden die Hügel nun etwas grösser und kurz bevor wir in Bariloche eintreffen, können wir nun doch noch „muy lindo!“ sagen. Plötzlich fahren wir entlang eines mächtigen schönen Sees umgeben von Schneebergen. Wir sind in Bariloche angekommen! Es ist sofort ersichtlich weshalb Bariloche auch die argentinische Schweiz genannt wird. Schneeberge, tiefblaue Seen, grüne Wiesen und Wälder, sogar das Klima ist ähnlich.

Wir packen die Fahrräder und machen uns auf den Weg zur nächsten Tankstelle, um kurz zu schauen ob sich unsere Gastgeber für die nächsten 3 Nächte nochmals gemeldet haben. Wir setzen uns ins Tankstellencafe und werden nach nur etwa 2 Minuten bereits von Sergio, Sebastian und Benjamin auf unser Unterfangen angesprochen. Sie sind begeistert und sofort sitzen wir alle zusammen am Tisch und erzählen uns Geschichten vom Reisen und von Rallys. Sebastian war selbst länger am Backpacken und hat seine Reise unter anderem durch Jonglieren finanziert. In Europa könne man so gut 30 EUR pro Stunde verdienen! Wir plaudern etwa 1 Stunde, müssen dann aber gehen um zur abgemachten Zeit bei unseren Gastgebern einzutreffen. Die drei bieten uns noch an bei ihnen zu übernachten und unsere Fahrräder in ihrer Autogarage in den Service zu bringen.

Mit leichter Verspätung kommen wir um 15:30 bei den Couchsurfern an. Es ist eine 3er WG bestehend aus zwei Physikern/Programmierern und einer Psychologiestudentin.

Alle sind ca. 23 Jahre alt und waren am Freitag Abend noch zusammen im Ausgang, weshalb wir abgemacht haben uns erst am Nachmittag zu treffen. Als wir bei ihrem Zuhause eintreffen, erfahren wir, dass sie auch erst gerade nach Hause gekommen sind. Zwei sind am schlafen und Agustin heisst uns herzlich willkommen. Er ist überhaupt nicht müde, gibt uns Tipps für Bariloche (z. B. den Besuch einer Insel im See, auf der erfolglos versucht wurde einen Atomreaktor und später einen Erlebnispark zu bauen. Heute ist auf der Insel alles verwildert und wir würden mit Kajaks der Universität hinfahren. Eine offizielle Tour ist das nämlich nicht.) und wir diskutieren über Cryptocurrencies. Er entschliesst sich dann doch noch schlafen zu gehen und wir machen uns auf den Weg in die Stadt.

Bariloche ist ein sehr schöner und touristischer Ort. Im Winter wird der vor allem von Argentiniern zum Skifahren besucht und im Sommer von europäischen Touristen. Wir sind in der Zwischensaison da, die etwas ruhiger ist. Im Bus erzählt uns jemand, dass auf dem Hauptplatz gerade ein FoodFestival stattfindet, das wir unbedingt besuchen sollen. Da wir Hunger haben, machen wir uns gleich auf den Weg dorthin. Das Festival hat viele Besucher und hat viele, etwas teurere aber gute Stände.

Das Essen steht aber weniger im Mittelpunkt, es gibt nämlich vor allem eins: Einheimisches Bier. Für uns überhaupt kein Problem – wir bestellen hauptsächlich Promotionen, die in der Regel aus Bier und Snacks bestehen, und stillen so unseren Hunger und Durst.

Es ist eisig kalt und wir streunen durch die Stadt um mehr warme Kleider und wasserdichte Schuhe zu kaufen. Das Angebot ist argentinisch-überschaubar und wir finden vorerst nichts überzeugendes. Zum Glück stossen wir plötzlich auf einen NorthFace Store mir gutem Sortiment und netten Verkäufern. Die Verkäufer sind beide in unserem Alter und wir kommen sofort ins Gespräch. Sie sind selbst leidenschaftliche Outdoorsportler, geben uns viele Tipps für Bariloche, erzählen uns einiges über Argentinische Kultur und wir trinken Mate. Das Gespräch nimmt seinen Lauf, wir erzählen von guter Schweizer Musik und sofort läuft Scharlachrot (live vom Bundesplatz) von Patent Ochsner in hoher Lautstärke in ihrem Geschäft! Wir hoffen, dass die Musik den anderen Kunden auch gefällt und geniessen die Stimmung. Nach ein paar weiteren Songs entschliessen wir uns nochmals am FoodFestival etwas zu essen und dann nach Hause zu gehen. Wir gehen zur Busstation und waren auf den Bus. Und warten. Und warten.. Wir sind nicht die einzigen und alle werden langsam etwas ungeduldig. Nach ca 40 Minuten warten kommt plötzlich eine Gruppe Jugendlicher vorbei und erklärt uns, dass das Warten vergebens sei. Die Busfahrer hätten ihre Servicezeit verkürzt, da ihnen die Regierung/Macri die Löhne gekürzt hat. Sie sagen noch „Macrigato“ und ziehen weiter. Wir wundern uns was genau mit „Macrikatze“ gemeint ist und nehmen uns für die Heimfahrt ein Taxi.

Am Sonntagmittag gehen wir mit einem anderen WG-Bewohner einen Kaffee trinken. Die drei hatten viel Schlaf nötig und haben fast einen Tag durchgeschlafen. Wir lernen viel über Kernphysik und argentinische Energiepolitik. Danach gehts erneut in die Stadt um etwas die Sonne zu geniessen. Es weht ein eisiger Wind, an etwas geschützten Orten ist es aber einigermassen warm. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag, kaufen fürs Abendessen ein und gehen abends zurück in die WG. Nun lernen wir auch noch die Mitbewohnerin kennen. Sie hatte genug von ihren Eltern und wohnt deshalb für einige Zeit in dieser WG. Eine echt interessante WG. Zwei der drei sind übrigens arbeitslos und verbringen viel Zeit in der WG. Sie schauen viele Filme, spielen Computerspiele und geniessen die Freiheit zu tun worauf sie gerade Lust haben. Ordnung und Sauberkeit gehört eher nicht dazu. Fränzi ist begeistert. Die drei sind aber sehr nett und erfrischend anders. Einen Mitbewohner haben wir allerdings noch nicht erwähnt: Macrigato! Die drei besitzen seit einer Woche eine Katze. Die Katze wurde wohl zuvor schlecht behandelt und schlussendlich ausgesetzt. In der WG hat sie nun ein neues Zuhause, inkl. liebevoller Behandlung gefunden. Ihr vorheriges Zuhause hat aber seine Spuren hinterlassen und sie ist ziemlich loco! Sie springt immer wieder unvermittelt an einen hoch und versucht sich mit ihren Krallen festzuhalten. Sie meint das zwar gut und sucht bloss Zuneigung, allerdings sind diese „Attacken“ ziemlich überraschend und schmerzhaft. Mit der Zeit wird man richtig Paranoid und behält ständig im Auge wo sich die Katze gerade aufhält um nicht Opfer des nächsten Sprungs zu werden.

„Gato“ ist übrigens im Gegensatz zur Schweiz in Argentinien ein Schimpfwort (Herkunft: https://www.bbc.com/mundo/amp/noticias-america-latina-40125525)

Am Montag radeln wir zusammen mit Agustin zur 30km entfernten Colonia Suiza. Der Ort wurde von Schweizern gegründet, ist von sehr schweizerischer Landschaft umgeben und heute ein Touristenmagnet. Der Ort besteht nur noch aus kleinen Essensständen, die Namen wie Wallis tragen und originalen Walliser Himbeerrotwein verkaufen(?).

Die drei Strassen heissen Zürich, Luzern und Wallis und es gibt „Fondue“. Ansonsten erinnert aber nichts mehr an die Schweizer Gründer. Dennoch ein toller Ausflug zu Dritt! Agustin hat übrigens erst vor rund zwei Monaten das Fahrradfahren gelernt, wovon noch einige Schürfwunden zeugen. Dementsprechend wackelig ist auch sein Fahrstil. Fränzi ist permanent um seine Sicherheit besorgt und befürchtet, dass er die Fahrt nicht heil übersteht. Immer wieder schwenkt er überraschend aus und wird beinahe von Autos angefahren, die dann erschrocken Hupen. Ausserdem wird er zunehmende erschöpfter! Er ist noch nie weiter als 15km gefahren und wir legen regelmässig Pausen ein. Irgendwie schaffen wir es doch alle heil nach Hause und essen dann zusammen. Nun erhalten wir auch die Erklärung, wie man bis am Samstagmittag durchfeiert: Die geheimen Zutaten sind Pilze oder Acid. Sie erzählen uns von ihren diversen Trips – unglaublich witzige Geschichten!

Der Begriff Ratguy beschreibt übrigens Leute, die ihr Zimmer nur verlassen um in der Küche essen zu holen. Sie bezeichnen sich selbst als Solche.

Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen, wir haben uns nur für 3 Nächte angemeldet, entscheiden uns aber noch eine Nacht in Bariloche in einem Airbnb zu bleiben. Schliesslich haben wir uns abends noch mit den Verkäufern des NorthFace Stores auf ein Bier verabredet. Wir gehen bei Ladenschluss zum Store, doch Pablo ist schon zu Hause. Er muss auf seinen Sohn aufpassen und lädt uns deshalb kurzerhand zu sich auf eine Pizza ein. Wir bringen etwas Bier mit und verbringen einen tollen Abend zu fünft.

Die argentinische Gastfreundschaft ist echt einzigartig!

Von Bariloche nach Entre Lagos – „It is what it is..“ 200km

Am nächsten Morgen frühstücken wir noch ausgiebig und machen uns ca. 11.00Uhr auf den Weg Richtung Villa la Angostura. Kurz zeigt sich sogar die Sonne und die Temperatur ist angenehmer als gedacht. Noch ein kurzer Stop bei der Tankstelle um Benzin für unser Campingkocher aufzufüllen und ein paar Lebensmittel für die kommenden Tage einzukaufen. Glücklicherweise sind wir schon am Rande der Stadt und brauchen nicht mehr lange, bis wir uns auf der nur wenig befahrenen Hauptstrasse Richtung Norden befinden. Leider gibt es trotzdem ein paar wenige Fahrzeuglenker, die selber wohl noch nie Fahrrad gefahren sind und auch ohne Gegenverkehr sehr knapp an uns vorbei fahren. Als Dankeschön beginnen wir ebenfalls zu hupen, so wie es jeder hier tut. Nützt natürlich nichts…it is what it is…Nach ein paar Kilometern befinden wir uns auf einer Hochebene umgeben von karger Landschaft und je weiter wir fahren ist die Strasse von immer höheren, schneebedeckten Hügel umschlossen. Es ist frisch, und beginnt dann auch zu regnen. Mit Regenjacke, -hose, Handschuhen und Schuhüberzieher sind wir jedoch bestens ausgerüstet und geniessen das raue Wetter und den Blick auf die verschneiten Berge in der Ferne.

Dann fällt die Strasse wieder ab und vor uns zeigt sich der grosse, von dichten Wäldern umrahmte Lago Nahuel Huapi, an dem wir noch ein paar Kilometer weiter fahren. Beim ersten Camping machen wir einen kurzen Stop um Mittag zu essen. Der Campingplatz ist leer, niemand da. Nach der Stärkung gehen wir weiter zum nur ca. 3km entfernten, von Einheimischen empfohlenen, Camping Don Horacio und hoffen, dass dieser geöffnet ist. Der Camping ist wunderschön direkt am See gelegen und bietet Tische, Feuerstellen und agua caliente. Die Besitzer wohnen gleich daneben sodass wir glücklicherweise unser Zelt aufschlagen dürfen, wo wir wollen.

Da das Wetter weiterhin sehr unbeständig ist, bauen wir rasch alles auf und spannen unsere Blache das erste Mal um einen trocknen Platz zum kochen und essen zu haben. Während dem Aufbauen zeigt sich nochmals die Sonne richtig schön, sodass wir uns nochmals aufwärmen können.

Danach, vor dem Kochen, ab unter die Dusche. Doch gerade ready um unter die Dusche zu hüpfen die Hiobsbotschaft; Der mit Feuer aufgeheizte Wassertank ist noch nicht ready. Es ist a***kalt und nochmal alles anziehen um dann wieder auszuziehen macht auch keine Freude. Was solls- ich bin ja nicht aus Watte. Es gibt ein Turboduschen bei leicht lauwarmen Wasser und viel Hühnerhaut…it is what it is….Zum zNacht gibts dann eine ganze Pfanne Polenta, welche wir zu unsere Überraschung mit Leichtigkeit vertilgen. Nach Anfangsschwierigkeiten und ein paar Hilfsmitteln bringen wir dann doch noch ein wärmendes Feuer zustande und geniessen den Abend und die Ruhe. Dann ab in den Schlafsack und probiert, die eisig kalten Füsse zu ignorieren.

Der nächste Morgen ist grau und weiterhin regnerisch. Wir fahren weiter dem See entlang, ein ständiges auf und ab (warum auch immer). Die ersten 30km nach Villa la Angostura ziehen sich quälend in die Länge, wir kommen nur langsam voran und auch der Wind hält nicht was er versprochen hatte.

Aber mit unserem Motto it is what it is, lassen wir uns nichts anmerken und beissen uns durch, bis ein wärmendes Kaffi im Dorfkern auf uns wartet. Aufgewärmt gehen wir dann noch Einkaufen und werden vor dem Shop für ein Foto mit einer älteren Frau aus Buenos Aires angefragt. Die nächsten 20km gehen dann wieder viel besser und wir erreichen den letzten Camping vor dem Pass nach Chile bevor es eindunkelt. Auch hier sind wir weit und breit die einzigen Gäste. Ein netter Herr nimmt uns in Empfang und zeigt uns alles. Heisses Wasser gibts aber nicht, da es sich nicht lohnt, für nur 2 Personen den ganzen Wasserbehälter aufzuwärmen. Zum Glück haben wir ja einen Wassersack mit „Duschfunktion“. Wir dürfen diesen mit warmem Wasser füllen und genehmigen uns eine Outdoordusche bei Kälte und Regen. Herrlich!

Es wird auch extra für uns der Gemeinschaftsraum aufgeheizt und wir dürfen auf dem Holzofen unseren Linseneintopf kochen. So blicken wir entspannt, aufgewärmt und satt der eisigen Nacht entgegen. Hab ich schon erwähnt, dass es Schnee gemeldet hatte?! 😉

Am Morgen darauf erwachen wir noch vor dem Wecker und packen gleich unsere 7 Sachen. Im bereits wieder eingeheizten Gemeinschaftsraum -Danke dem zuvorkommenden Herr aus Slovenien- machen wir uns Kaffee und Schoggimilch und zum Frühstück gibts noch die restliche Polenta. Über die chilenische Grenze dürfen wir kein Gemüse, Früchte, offene Verpackungen wie z. B. Essig, Öl oder andere Lebensmittel mitnehmen. Wenn man etwas nicht deklariert, wird dies mit rund 300.- US Dollar bestraft. Also aufessen was irgendwie rein geht. Um ca. 9.30 fahren wir dann dick eingepackt los. Wir haben heute einen langen Tag mit rund 85km und ca. 1100 Höhenmeter vor uns, plus zwei Grenzübergänge.

Der argentinische Zoll folgt rasch. Wir sind schnell hindurch und steigen Meter um Meter höher Richtung Paso Cardenal Antonio Samore.

Die letzten Kilometer ziehen sich dann doch noch in die Länge bis wir zufrieden und durchschwitzt, den mit ca. 1Meter bedeckte, eisig windige Pass erklimmen.

Ein kurzes Sieger-Selfie und ein Schluck Wasser und dann rasch wieder hinunter gefahren wo uns beim Endpunkt Entre Lagos Sonne und 18 Grad erwarten sollten. Die ersten 15 Minuten spüren wir vor Kälte die Finger kaum. Die Bäume sind ganz karg und es gibt kaum Pflanzen. Dies ist dem Vulkan Puyehue zu verdanken, welcher im 2011 ausgebrochen, und die gesamte nahe Umgebung mit Schutt und Asche überdeckt und für Mensch, Tier und Pflanzen während drei Monaten das Leben schwer gemacht hat.

Nach ein paar Höhenmeter verändert sich die Landschaft wieder. Es wird grüner und tatsächlich wärmer und sonniger. Wir machen Halt und essen noch unsere Resten auf. Kurz danach kommen wir bereits an den chilenischen Zoll. Es folgt einiges an Papierkram. Wir deklarieren unsere Ware sorgsam und legen alles offen auf den Tisch. Es werden alle Taschen kurz angeschaut und dann werden wir mit dem letzten Stempel und glücklicherweise ohne weitere Vorkommnisse in das „landschaftlich mit der Schweiz zu vergleichende“ Chile entlassen. Und tatsächlich, die kommenden Kilometer sind sehr grün, mit Wald bedeckt und von verinzelten Bauerhöfen bewirtschaftet.

Wir kommen gut voran bis zum Lago Puyehue. Dann kommen jedoch nochmals zwei heftige Aufstiege welche uns ziemlich viel mentale Stärke abverlangen. Aber es gibt sowieso so gut wie Nichts zwischen uns und Entre Lagos, unserem Zielort. Also Augen zu und durch…it is what it is…Entkräftet kommen wir dann im eher einfachen und etwas heruntergekommenen Entre Lagos an und suchen uns einen Camping. Es gibt vor allem unzählige Cabañas und Hospedajes, ansonsten aber läuft nicht viel. Wir finden dann einen schönen, sauberen und direkt am See gelegenen Camping. Pro Nacht kostet er 10’000 chilenische Pesos…Keine Ahnung wie viel das ist?! Tut aber auch Nichts zur Sache, wir haben sowieso keine Lust noch weiter zu suchen, da es auch schon 18 Uhr vorbei ist.

Beim Aufstellen genehmigen wir uns ein Snickers, welches sich in unsere Essenstasche finden lässt – und der Hunger ist gegessen. Oder auch nicht. Später beim Einkaufen im Supermercado ist er bereits schon wieder da und wir bestellen an der Theke ein Empenada mit Pollo („Poscho“). Die Verkäuferin korrigiert uns und sagt Pollo („Poio“). Also wieder umdenken und der argentinische Akzent schnell wieder ablegen. Als wir die eingekauften Waren wieder beim Zelt deponieren, hat sich in der Zwischenzeit ein weiteres Paar auf dem Campingplatz eingefunden. Wir gehen dann aber gleich wieder und suchen uns ein Restaurant um auswärts zu Essen. Es ist uns zu kalt zum selber Kochen und nach dem anstrengenden Tag wollen wir uns etwas gönnen. Leider weit gefehlt, das Essen schmeckt nicht wirklich, ist teuer und liegt schwer im Magen. Also gehen wir eher schlecht als recht zu Bett. It is what it is…

3 Gedanken zu “Von der argentinischen in die chilenische Schweiz

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